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Lightroom Kurs Kaufberatung: Den passenden Onlinekurs für RAW Bilder finden

Lightroom Komplettkurs Kaufberatung für RAW-Bildbearbeitung – Übersicht am Wohnzimmertisch beim Fotokurs-Vergleich

Über vierzig Videolektionen, keine länger als sieben Minuten – so liest sich die Struktur, an der sich ein brauchbarer Lightroom-Komplettkurs für RAW-Bildbearbeitung erkennen lässt, noch bevor überhaupt ein Modul angeklickt wird. Als Controller sortiere ich Kursangebote wie Kostenstellen: Lektionslänge, Anzahl der Übungsdateien, Reaktionszeit beim Support. Genau darum geht es in diesem Fotokurs-Vergleich für alle, die ihren Hobbyfotografie-Workflow endlich auf ein System stellen wollen, statt sich weiter durch einzelne Video-Schnipsel zu klicken.

Kurzer Transparenzhinweis vorweg: Dieser Text enthält Affiliate-Links. Klickst du dich über einen davon zu einem Kurs oder Preset-Paket durch und kaufst dort, bekomme ich eine Provision, ohne dass für dich ein Cent draufkommt. Empfohlen wird hier nur, was ich als Feierabend-Hobbyist selbst bezahlt und über Monate durchgearbeitet habe – volle Offenlegung, wie am Kaffeeautomaten im Büro.

Ohne System bringt auch ein leistungsstarker RAW-Sensor nichts

Youtube-Tutorials nach Feierabend zusammengestückelt, ohne Reihenfolge und ohne roten Faden – so sahen meine ersten Monate mit der Kamera aus. Das Ergebnis war ein Lightroom-Katalog voller Schieberegler, deren Wirkung ich zwar sah, aber nicht verstand. Direkt aus dem Kamerasensor wirkten viele Aufnahmen flacher als das, was vorher das Smartphone lieferte, ein Sprung, der beim Umstieg auf RAW-Dateien ziemlich häufig vorkommt und den ich an anderer Stelle ausführlicher aufgedröselt habe. Der Unterschied zwischen wildem Youtube-Sammelsurium und einem Kurs mit fester Reihenfolge ist übrigens ein eigenes Kapitel für sich, das ich in einem separaten Vergleich durchgerechnet habe.

Der Wohnzimmertisch aus Birkenholz hat sich seitdem in einen improvisierten Arbeitsplatz verwandelt: MacBook mittig, daneben die externe 2-Terabyte-Festplatte mit dem kompletten RAW-Archiv der Alpha 6400, und auf der zweiten Bildschirmhälfte meistens eine Kursplattform statt eines weiteren Tutorial-Tabs. Abends fällt durch das unverhängte Fenster zum Innenhof genug Streulicht, dass der Bildschirm ohnehin die hellere Lichtquelle im Raum ist. Mein Kollege Reiner Spatz, mit dem ich gelegentlich im Schwarzwald wandere, hat noch eine ältere Nikon DSLR im Schrank liegen, die er kaum rausholt – bei ihm hängt der Rückstand eher an der Kamera als am Kurs.

Lightroom-Regler für Tonwertkorrektur und Weißabgleich bei der RAW-Bildbearbeitung eines Fotos vom Titisee

Der Adobe Lightroom Classic Komplettkurs als Benchmark für Einsteiger

Mein Adobe Lightroom Classic Komplettkurs ist bis heute der Maßstab, an dem ich jeden weiteren Kurs messe. Über 40 Videolektionen, die meisten zwischen 2 und 7 Minuten lang, passen in die kurzen Slots am Wochenende oder den Feierabend-Slot, bevor die Kinder ins Bett müssen. Bezahlt wird einmalig statt im Abo, was für mich als jemand, der Kostenstellen mag, klarer zu kalkulieren ist als eine laufende Abbuchung.

Besonders nützlich waren die 30 Beispielfotos im RAW-Datenformat, weil ich exakt die gleichen Dateien bearbeiten konnte wie der Kursleiter und meine eigene Tonwertkorrektur direkt daneben legen konnte. Ein Modul zur Tonwertkurve war dabei an ein paar grauen, kontrastarmen Aufnahmen vom Titisee-Ufer gegenüber dem Bootsverleih aufgehängt – Bilder, die ich vorher nach dem Import einfach hingenommen hätte, ohne zu wissen, an welchem Regler ich überhaupt ansetzen sollte. Wie die einzelnen Regler im Detail zusammenspielen, Klarheit, Dunst entfernen, Schatten und Lichter, ist ein Thema, das einen eigenen Artikel verdient und das ich dort auch so behandle.

Ein Kollateralnutzen: Weil der Kurs komplett auf Deutsch ist, musste ich keine Fachbegriffe nachschlagen oder englische Lightroom Classic-Tutorials pausieren, um zu verstehen, was gerade erklärt wird – ein Punkt, den ich beim Sprachvergleich zwischen deutschen und englischen Kursangeboten separat aufgeschlüsselt habe. Grundbegriffe wie Blende, ISO und Belichtungszeit wurden nur kurz gestreift, was für mich nach der Kamera-Einarbeitung genau richtig war, Einsteiger ganz ohne Vorwissen sollten sich dafür vorher woanders schlaumachen. Wer noch unsicher ist, ob ein breiter Grundkurs oder direkt eine Spezialisierung sinnvoller ist, findet dazu mehr in meinen Tipps zu Lightroom Grundkurs oder Spezialisierung.

Wann lohnt sich ein Spezialkurs statt des Basisprogramms?

Sobald ein Projekt über normale Familien- und Schwarzwald-Aufnahmen hinausgeht, reicht der allgemeine Landschafts-Workflow nicht mehr aus. Als mein Schwiegervater sein Haus verkaufen wollte und fragte, ob ich mit der „Profi-Kamera" ein paar Bilder machen könnte, habe ich mir den Immobilienfotografie Online-Kurs geholt. Acht Module in klarer Reihenfolge – Equipment, Kamera-Grundlagen, Vorbereitung, Shooting, Bearbeitung, Grundrisse. Nach den ersten vier Modulen war ich einsatzfähig genug für den Vor-Ort-Termin, die Shot-List als PDF griffbereit auf dem iPad.

Vierzehn Tage Geld-zurück-Garantie standen offen auf der Verkaufsseite, nicht nur im Kleingedruckten versteckt – ein Kriterium, das ich bei jedem Kurs vorher prüfe, bevor überhaupt eine Kaufentscheidung ansteht. Zwei Dinge haben allerdings nicht funktioniert: Die Community läuft ausschließlich über eine Facebook-Gruppe, aus der ich als jemand, der Facebook kaum noch öffnet, praktisch nichts mitnehme, und für das HDR-Modul wird zusätzliche Software empfohlen, die ich mir gespart habe. Modul 6 ging auch ohne, war aber erkennbar nicht der vorgesehene Workflow. Ob sich ein Spezialkurs überhaupt rechnet oder ob der Basiskurs plus etwas Übung reicht, ist am Ende eine ROI-Frage, die ich in einer separaten Kostenübersicht durchgerechnet habe. Mehr zum eigentlichen Shooting findest du in meinem Artikel über Immobilien fotografieren für den Privatverkauf.

Presets beschleunigen den Workflow, ersetzen aber keinen Kurs

Presets sind der Teil, bei dem viele Hobbyfotografen den Kurs am liebsten überspringen würden. Ein Preset-Paket für Reise- und Landschaftsfotografen funktioniert aber nur, wenn die Grundlagen davor sitzen – wie man ein Preset sinnvoll in den eigenen Workflow einbaut, ist ein eigenes Thema, das ich woanders im Detail durchgehe. Von den 100 Looks im Paket nutze ich regelmäßig vielleicht ein Zehntel, meistens für Aufnahmen vom Sohn auf dem Laufrad oder eben vom Titisee-Ufer: wärmere Töne, etwas mehr Kontrast, fertig. Der Rest liegt als totes Kapital im Katalog. Eine Leserin, Adelheid Ströhle, hat mir über das Kontaktformular geschrieben, wie sich ihr eigener Fortschritt entwickelt hat, seit sie einen ähnlichen Kurs durcharbeitet – ihr Fazit war ähnlich: Presets ohne Verständnis der Regler dahinter bringen wenig.

Ältere Standalone-Versionen von Lightroom kommen mit modernen Presets oft nicht klar, weil das Dateiformat inzwischen ein anderes ist. Wer noch auf einer sehr alten Version sitzt, sollte das vor dem Kauf eines Preset-Pakets prüfen. Eine ausführlichere Aufschlüsselung, welche Kurse und Presets sich über die Zeit wirklich gelohnt haben, findest du in meiner Excel-Analyse nach 12 Monaten.

Fazit: Kriterien vor Kurs-Hype

Am Ende zählen für mich vier Kriterien, bevor Geld fließt, genauso nüchtern wie bei einem Forecast fürs nächste Quartal: Lektionslänge und Struktur, echte RAW-Übungsdateien zum Mitmachen, eine klar kommunizierte Rückgabefrist und ein Support-Kanal, der innerhalb weniger Tage antwortet. Presets und Spezialkurse kommen erst danach, als Beschleuniger, nicht als Ersatz für die Basis. Wer aus dem Smartphone-Modus raus will und noch unsicher ist, wo er anfangen soll, findet im Adobe Lightroom Classic Komplettkurs nach wie vor den soliden Einstieg – klare Struktur, überschaubarer Umfang, und keine Baustelle, die erst noch mit einem zweiten Kurs geflickt werden muss.

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