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Landschaftsfotos bearbeiten: Den richtigen Lightroom Kurs online finden

Landschaftsfotos bearbeiten mit Lightroom: RAW-Foto vom Schlossberg Freiburg vor und nach der Tonwertkorrektur

Der Regler für die Tiefen rutscht unter meinem Finger einen Tick zu weit, und das Moos auf dem RAW-Foto vom Schlossberg oberhalb der Seilbahnstation kippt von mattem Graugrün in ein giftiges Neon, bevor ich zurückdrehe und noch einmal von vorn ansetze. Genau an diesem Punkt taucht bei mir immer dieselbe Frage auf, die mir auch Kollegen stellen, wenn sie meine Landschaftsfotos sehen: Welcher Lightroom-Kurs bringt beim Landschaftsfotografie-Workflow wirklich etwas, und welcher ist nur teuer verpacktes YouTube? Diese Seite ist mein Lightroom-Kurs-Test aus der Praxis, nicht aus dem Prospekt.

Kurzer Punkt vorweg, weil Transparenz für mich Teil der Kostenstellen-Logik ist: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Kaufst du darüber einen Kurs oder ein Preset-Paket, bekomme ich eine Provision, dein Preis ändert sich dadurch nicht. Empfohlen wird hier nur, was ich selbst bezahlt und mindestens vier Wochen lang im Feierabend-Alltag wirklich benutzt habe.

Seit rund zwei Jahren fotografiere ich mit einer Systemkamera statt nur mit dem Handy, und in der Zeit sind vier komplette Onlinekurse, ein Preset-Paket und ein Spezialkurs für Immobilienfotos durch meine Excel-Tabelle gelaufen. Als Controller tracke ich das ohnehin, sonst würde ich mir irgendwann die Frage stellen, wofür ich eigentlich bezahle.

Kostenstellen-Frage: YouTube-Häppchen gegen einen echten Lehrplan

YouTube-Tutorials wirken kostenlos, aber das stimmt nur, wenn man die eigene Zeit auf null bewertet. Ohne Rahmenplan sitzt man Stunde um Stunde in Videos verschiedener Kanäle, die sich in Begriffen und Reihenfolge widersprechen, und am Ende bleibt ein Flickenteppich statt eines Verständnisses. Mein „Leisure-ROI" lag bei den kostenlosen Videos im Minus, lange bevor ich beim ersten wirklich fertigen Bild ankam. Besonders bei den 14-Bit-RAW-Dateien meiner Sony gab es anfangs Spielraum in den Tiefen, den ich komplett verschenkt habe, weil mir schlicht die Systematik fehlte. Wer flache RAW Bilder bearbeiten will, statt sie grau und kontrastarm liegen zu lassen, kommt an einer Schritt-für-Schritt-Anleitung kaum vorbei, die beim Import beginnt und beim Export für den Druck endet.

Dass RAW-Dateien aus der Kamera erst mal flacher wirken als ein bearbeitetes Smartphone-Foto, ist ein eigenes Thema für sich, das ich an anderer Stelle ausführlicher durchgehe. Ob sich ein Kurs für Amateure finanziell überhaupt rechnet, hängt stark vom eigenen Lerntempo ab – auch das habe ich separat einmal komplett durchgerechnet, mit Preis pro Lektion und geschätztem Zeitgewinn gegenüber freiem Suchen.

Bildbearbeitung eines Schwarzwald-Landschaftsfotos in Lightroom mit Tonwertkorrektur und Weißabgleich

Was bringt der Lightroom Classic Komplettkurs für Landschaftsfotos wirklich?

Der Adobe Lightroom Classic Komplettkurs war für mich der Goldstandard in Sachen Struktur, nachdem ich damit gestartet bin. Die über 40 Videolektionen sind in Häppchen von zwei bis sieben Minuten unterteilt – das passt in eine Pause am Wochenende, ohne dass man dafür einen ganzen Abend reservieren muss. Besonders wertvoll waren die 30 Beispielfotos zum Mitmachen: Es ist ein Unterschied, dem Kursleiter zuzusehen, oder am eigenen Rechner mit dem gleichen RAW-Stand zu prüfen, ob die eigene Tonwertkorrektur genauso präzise sitzt.

Ein Modul über den Weißabgleich hat bei mir spürbar etwas verändert. Erst dort habe ich die Farbtemperatur gefunden, bei der das Moos im Schwarzwald natürlich grün aussieht und nicht wie Neon-Plastik – vorher hatte ich das immer nach Gefühl gedreht. Welcher einzelne Regler dafür technisch was genau tut, würde hier zu weit führen und ist an anderer Stelle im Detail erklärt, ebenso wie Blende, ISO und Zeit als Basis, auf der jede spätere Bearbeitung erst aufbaut. Für 149 Euro im Angebot war das für mich eine Investition, die sich nach dem vierten Modul bereits amortisiert hatte.

Nach welchen Kriterien man einen guten Kurs überhaupt erkennt, bevor man bezahlt, ist eine eigene Liste, die ich woanders durchgehe. Ob Einmalzahlung oder Abo für dich sinnvoller ist, hängt an der eigenen Nutzungsfrequenz und ist ebenfalls eine separate Rechnung. Als Berufstätiger zählt für mich vor allem, ob sich ein Modul in eine Feierabend-Stunde quetschen lässt, ohne dass die Familie zu kurz kommt, und dass die Kurssprache Deutsch war, hat mir beim Nachvollziehen der Fachbegriffe mehr geholfen, als ich vorher gedacht hätte.

Presets sind ein Werkzeug, kein Ersatz fürs Verstehen

Presets versprechen genau das, was ich als Zahlenmensch eigentlich misstrauisch machen sollte: ein fertiges Ergebnis ohne eigenes Zutun. In der Anfangszeit habe ich öfter einfach die Automatik-Schaltfläche in Lightroom gedrückt, weil es schnell ging – und danach nicht mehr nachvollziehen können, warum das Bild plötzlich zu hell war und die Schatten jede Zeichnung verloren hatten. Das Ergebnis wirkte fertig, aber ich hätte nicht erklären können, welcher Regler dafür verantwortlich war, und genau das wollte ich danach nicht mehr. Gerade bei den feinen Lichtnuancen auf 1493 Metern Höhe am Feldberg merkt man schnell, wenn ein Ein-Klick-Ergebnis die natürliche Dynamik plattgemacht hat.

Im Alltag nutze ich die 100 Lightroom-Presets für Reise- und Landschaftsfotografen heute nur noch als Basis-Layer. Das Paket bündelt 100 Looks in 13 Kategorien, bei mir laufen davon vor allem die zehn Moody-Looks und die zehn Golden-Beaches-Varianten für Schwarzwald-Wochenenden, der Rest liegt eher als Reserve im Archiv. Wie sich so ein Preset-Paket über mehrere Monate im echten Alltag schlägt statt nur beim ersten Auspacken, ist noch mal eine andere Rechnung, die ich andernorts im Detail vorgestellt habe – ebenso wie die Frage, ob sich der Kauf eines Presets gegenüber rein manueller Bearbeitung finanziell überhaupt lohnt.

Danach passe ich manuell an, weil ein Preset die Dynamik in den Schatten selten richtig trifft. Das ersetzt nicht das Verständnis für das Histogramm, sondern baut eher darauf auf. Wo genau die Grenze zwischen einem natürlichen Look und einem übersättigten Kunst-Look verläuft, ist bei Landschaftspresets eine eigene Fehlerquelle, die ich hier nur streife, weil sie ein eigenes Thema für sich verdient.

Lightroom-Presets für Landschaftsfotografie im Praxistest neben einer Foto-Checkliste

Lohnt sich ein Immobilien-Spezialkurs, wenn ich eigentlich Landschaften fotografiere?

Mein Nachbar Wulf Mertens aus der Parallelstraße hatte die Bilder gesehen, die ich für meinen Schwiegervater beim Hausverkauf gemacht hatte, und fragte, ob ich vor dem Makler-Termin auch sein Reihenhaus ablichten könnte. Er hatte praktisch keine Erwartung an die Bildqualität und war entsprechend schnell begeistert, als ich mit Kamera und Stativ vorbeikam. Innenräume sind allerdings ein anderes Spielfeld als der Wald: Ich habe mir den allumfassenden Immobilienfotografie Online-Kurs geholt und mich in einer Woche durch die ersten Module gearbeitet, um überhaupt eine Basis zu haben.

Das Ergebnis war brauchbar genug, dass Wulfs Fotos direkt fürs Exposé übernommen wurden, ohne einen zweiten Termin mit dem Makler. Ein eigener Spezialkurs nur für Landschaftsfotografie ist noch mal ein anderes Thema, das ich getrennt behandle, weil es andere Kriterien hat als Innenräume. Wer statt Lightroom lieber mit einer deutschsprachigen Alternative arbeiten will, dem lege ich einen separaten Vergleich ans Herz, den ich nicht hier wiederholen will.

Den eigenen Workflow für Landschaftsfotografie danach ausrichten, was noch fehlt

Bei einem Foto meiner Tochter mitten im Fasnetumzug hatte ich neulich Farben und Schärfe so sauber im Kasten, dass ich kurz dachte, das könnte glatt als Stockfoto durchgehen – nicht weil die Szene besonders inszeniert war, sondern weil ich endlich wusste, an welchen drei, vier Reglern ich drehen musste, um dorthin zu kommen. Meine Nachbarin Evelin Brunner, die im gleichen Haus wohnt, fragt mich bei solchen Bildern regelmäßig, warum ich an einem Foto überhaupt noch etwas ändern muss, wenn es doch schon gut aussieht. Sie hat keinerlei fotografischen Hintergrund, aber ein ehrliches Interesse an den Motiven, und diese Frage bringt mich jedes Mal dazu, meine eigene Antwort noch mal zu prüfen.

Fertig bearbeitetes Landschaftsfoto aus dem Schwarzwald nach dem Lightroom-Kurs-Test, gerahmt neben der Kamera

Wie ich meinen RAW-Katalog pflege, damit am Ende ein druckreifes Ergebnis rauskommt, ist noch mal ein Thema für sich. Ob man mit einem Grundkurs startet oder direkt in eine Spezialisierung springt, hängt vom eigenen Ausgangspunkt ab – bei mir war die Reihenfolge Grundkurs, dann Presets, dann Immobilien, und in dieser Reihenfolge hat sie für mich auch Sinn ergeben. Wer ernsthaft Lightroom lernen und Onlinekurse vergleichen möchte statt sich Videos ohne System zusammenzustückeln, sollte von Anfang an auf die Struktur achten, nicht nur auf den Preis.

Mein Rat für den Start bleibt einfach: Ein Kurs mit Einmalzahlung und klarem Lehrplan wie der Adobe Lightroom Classic Komplettkurs ist die solide Basis, Spezialisierungen können folgen, sobald die Grundrechenarten der Bildbearbeitung sitzen. Bevor du überhaupt einen Regler anfasst, sollte das Bild im Kopf schon fertig sein – das ist der eine Unterschied, der bei mir zwischen einem grauen Feldberg-Foto und einem, das ich mir an die Wand hänge, entscheidet.

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