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Lightroom Kurs Empfehlung: Strukturierte Bildbearbeitung für Hobbyfotografen

Lightroom Kurs Empfehlung für Hobbyfotografen: strukturierte Bildbearbeitung nach dem Umstieg auf die Sony Alpha 6400
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Von 100 Presets in einem Landschafts-Paket, das ich mir geholt habe, kommen im Alltag genau 15 regelmäßig zum Einsatz. Der Rest liegt ungenutzt im Katalog, weil er zum Licht im Schwarzwald einfach nicht passt. Genau dieses Verhältnis fasst für mich zusammen, worum es bei strukturierter Bildbearbeitung als Hobby eigentlich geht: nicht möglichst viele Werkzeuge besitzen, sondern die wenigen verstehen, die zu deinen eigenen Motiven passen. Seit ich mit der Sony Alpha 6400 unterwegs bin, häufen sich RAW-Dateien schneller an, als früher Handyfotos entstanden sind, und ein Lightroom-Kurs mit klarer Reihenfolge hat mir dabei mehr gebracht als jede zufällige Video-Suche nach Feierabend. Struktur heißt in meinem Fall ganz konkret: Jede Lektion baut auf der vorherigen auf, statt dass ich mir Clips ohne Zusammenhang zusammensuche. Wie du die einzelnen Regler im Detail liest, ist ein eigenes Thema, das ich hier nicht aufrolle — an dieser Stelle geht es um die Frage, welcher Kurs oder welches Paket sich für welchen Bedarf lohnt.

Zur Einordnung vorab: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu den Kursen und dem Preset-Paket, die ich nenne. Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision, ohne dass für dich ein Cent draufkommt. Empfohlen wird hier nur, was ich selbst bezahlt und über mehrere Wochen im eigenen Workflow getestet habe. Als Controller ist mir eine nachvollziehbare Grundlage wichtiger als ein euphorischer Verkaufstext.

Der Adobe Lightroom Classic Komplettkurs als Fundament

Für den Einstieg in ein System hat sich bei mir der Adobe Lightroom Classic Komplettkurs durchgesetzt. Über 40 Videolektionen, meist zwischen zwei und sieben Minuten lang, lassen sich in Pendelzeiten oder der halben Stunde nach dem Zubettbringen der Kinder unterbringen, ohne dass du einen 90-Minuten-Block freischaufeln musst. Die mitgelieferten 30 Beispielfotos waren für mich der eigentliche Hebel: Ich konnte meine eigene Tonwertkorrektur direkt neben die des Kursleiters legen und sehen, an welcher Stelle mein Weißabgleich bei einem Foto meines Sohnes auf dem Laufrad daneben lag. Blende, ISO und Zeit als Grundbegriffe setzt so ein Kurs meistens voraus, und auch ich gehe hier nicht nochmal bei null los — das ist an anderer Stelle sauberer aufgearbeitet.

Ein Punkt, der mich als Zahlenmensch gestört hat: Es gibt keine Telegram- oder Facebook-Gruppe zum Kurs. Wenn in einem Modul etwas nicht klick macht, bleibt nur die Chatfunktion mit dem Kursleiter, und bei mir hat die Antwort zwischen einem und drei Tagen gedauert. Auch die Garantie-Formulierung auf der Verkaufsseite blieb mir zu vage — als Controller hätte ich lieber eine feste Jahreszahl als ein unbestimmtes „solange es die Seite gibt". Trotzdem: Für das Fundament — verstehen, warum ein Regler etwas mit dem Bild macht, statt nur zu wissen, dass er es tut — war der Kurs die Zeit wert.

Nahaufnahme der Lightroom Bearbeitung eines Schwarzwald-Fotos am Laptop -- Workflow-Optimierung im Lightroom-Kurs

Wann sich ein Immobilien-Spezialkurs wirklich lohnt

Diese Frage stellt sich vor allem, wenn ein konkreter Anlass dazukommt. Bei mir war das der Hausverkauf meines Schwiegervaters, der mich fragte, ob ich in seiner Garage und im restlichen Haus ein paar brauchbare Aufnahmen machen könnte. Mit dem Grundwissen aus dem Komplettkurs kam ich weit, aber Innenräume sind ein eigenes Biest: stürzende Linien, Gegenlicht durchs Fenster, Möbel, die im Weg stehen. Also habe ich mir den allumfassenden Immobilienfotografie Online-Kurs geholt, gegliedert in 8 Module von Equipment über Kamera-Grundlagen bis zur Bearbeitung. Die 3 Checklisten zum Download waren beim Vor-Ort-Termin mein eigentlicher Rettungsanker — Shot-List aufs iPad geladen, Punkt für Punkt abgehakt, statt alles im Kopf zu behalten.

Genutzt habe ich von der Community praktisch nichts, weil sie ausschließlich über eine Facebook-Gruppe läuft und ich Facebook seit Jahren nicht mehr aktiv nutze — für jemanden, der aktiv mitdiskutieren will, ist das ein echter Minuspunkt. Ob du für so einen Sonderfall überhaupt erst einen Spezialkurs brauchst oder ob ein Grundkurs plus gesunder Menschenverstand reicht, hängt vom Ausgangspunkt ab; diese Abwägung zwischen breitem Fundament und Spezialisierung ist an anderer Stelle ausführlicher behandelt. Als Faustregel für dich: Ein Spezialkurs lohnt sich erst, wenn ein konkreter Auftrag oder Anlass ansteht — vorher ist das Geld im Komplettkurs besser aufgehoben.

Die richtige Reihenfolge: Grundkurs vor Presets

Kurz nachdem ich anfing, ernsthaft an Bildbearbeitung zu arbeiten, habe ich mir kostenlose Presets besorgt und sie per Doppelklick auf alles Mögliche geworfen, ohne zu verstehen, welcher Regler sich dabei überhaupt verschiebt. Ergebnis: Manche Fotos sahen kurz interessant aus, die meisten aber überzogen oder einfach falsch, weil ein Preset für ganz andere Lichtverhältnisse gebaut war als meine eigenen Aufnahmen. Erst nachdem das Grundverständnis aus dem Komplettkurs saß, hat sich der Kauf des Pakets 100 Lightroom-Presets für Reise- und Landschaftsfotografen überhaupt gelohnt. Bei einem Foto vom Titisee, aufgenommen an einem trüben Nachmittag, traf eines der Moody-Presets auf Anhieb den Grün-Ton der Tannen im Hintergrund, ohne dass ich noch groß nachjustieren musste — genau das ist der Moment, in dem ein Preset seinen Job macht, statt Arbeit zu verstecken, die du eigentlich selbst verstehen solltest.

Von den 100 Looks im Paket nutze ich im Alltag also die eingangs erwähnten 15 regelmäßig, vor allem die düsteren Moody-Varianten für Nebeltage in der Wutachschlucht zwischen Schattenmühle und Wutachmühle. Praktisch ist die doppelte Dateiablage: .xmp-Dateien für Lightroom Classic auf dem MacBook, .dng für Lightroom Mobile auf dem iPhone, sodass derselbe Look auf beiden Geräten liegt, ohne dass ich doppelt editiere. Wie du Presets sinnvoll in einen bestehenden Workflow einbaust, statt sie nur draufzuklatschen, ist wiederum ein eigenes Kapitel für sich. Wer noch mit Lightroom 7.2 oder älter arbeitet, bekommt hier allerdings ein Problem: Ohne das alte .lrtemplate-Format wird das Paket schlicht nicht erkannt, und ein Upgrade auf Lightroom Classic CC wird zur Voraussetzung. Ein Nachbar aus meiner Straße, der in seiner Gartenanlage in St. Georgen Tomaten zieht, hat mich neulich auf genau diese Wutachschlucht-Aufnahmen angesprochen und gefragt, ob ich seine Ernte im Herbst auch so fotografieren könnte.

Vorher-Nachher Vergleich eines Waldfotos nach der Lightroom Bearbeitung -- Landschaftsfotografie Tipps im Presets-Test

Vier Optionen, ein direkter Vergleich

Damit du das nicht nur als Fließtext im Kopf behalten musst, habe ich die vier Optionen aus diesem Artikel in einer kleinen Übersicht gegenübergestellt. Es geht nicht darum, welches Produkt objektiv am besten abschneidet, sondern welches für deine aktuelle Situation den größten Nutzen bringt.

Produkt Fokus Zeitaufwand Mein Fazit
Lightroom Komplettkurs Strukturiertes Fundament Ca. 10-12 Stunden netto Bester Allrounder für Hobbyisten
Immobilien-Spezialkurs Kommerzielle Optik / Verkauf Sehr zielgerichtet Unverzichtbar für Hausverkauf/Vermietung
100 Landschafts-Presets Workflow-Beschleunigung Minuten (Installation) Enorme Zeitersparnis bei Serienbildern
YouTube Tutorials Einzelfragen lösen Unendlich (Suche-Falle) Nur für sehr spezifische Nischenprobleme

Reicht Lightroom, oder brauchst du zusätzlich Photoshop?

Wer stattdessen auf Photoshop statt Lightroom setzen will, stößt zwangsläufig auf Kurse wie die Bildbearbeitung Landschaftsfotografie mit Photoshop, die es schon seit 2016 auf dem Markt gibt. Für Composings oder aufwendige Montagen ist das nachvollziehbar, für einen Familienvater und Wochenend-Wanderer wie mich war das aber ein Schritt zu viel Komplexität, zumal meine ganze Katalogisierung der Familienbilder in Lightroom längst eingespielt ist. Ein Wechsel auf eine komplett andere Software, nur weil ein Ergebnis mal nicht passt, ist ohnehin selten die Lösung — das ist wie ein Systemwechsel in der Buchhaltung: viel Aufwand, ohne dass das eigentliche Problem, nämlich fehlendes Wissen, gelöst wird. Genau da lag für mich auch der Vorteil eines deutschsprachigen Kurses gegenüber rein englischen Tutorials: Beim kurzen Test von PhotoKit als Alternative bin ich an der englischen Oberfläche hängengeblieben und musste die Lernkurve komplett neu anfangen, was Zeit kostet, die ein Kurs in der eigenen Sprache dir erspart.

Rechnest du das Ganze wie ich als Controller gerne in Stunden und Nutzen durch, wird die Sache schnell eindeutig: Ein vollständiger Videokurs braucht am Anfang mehr Zeit als ein einzelner Fünf-Minuten-Clip auf YouTube, zahlt sich aber bei der nächsten ähnlichen Situation sofort aus, weil du das Problem nicht erneut googeln musst. Wie du so eine Rechnung bis ins Detail aufstellst, ist an anderer Stelle ausführlicher vorgerechnet.

Mein Fazit nach allem Rechnen und Testen bleibt deshalb stabil: Der Umweg über den Adobe Lightroom Classic Komplettkurs hat sich für mich ausgezahlt, weil die Bilder vom letzten Wochenende in der Wutachschlucht heute Tiefe haben und nicht mehr nach Handyfoto mit teurer Kamera aussehen. Wenn du selbst nach Feierabend am Wohnzimmertisch sitzt und dich fragst, warum deine Kamera keine besseren Bilder liefert als dein Smartphone: Investiere zuerst in ein System, danach erst in Presets oder Spezialkurse. In dieser Reihenfolge macht das Geld für dich einen echten Unterschied.

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