FotoKompass

Lightroom lernen ohne Vorkenntnisse: Die besten Kurse für Kamera-Einsteiger

Lightroom Komplettkurs für Bildbearbeitung-Einsteiger: RAW-Foto vor und nach der Tonwertkorrektur

Vierzig kurze Videolektionen gegen einen einzigen Klick auf ein fertiges Preset: Genau zwischen diesen beiden Polen entscheidet sich, ob du als Kamera-Einsteiger mit Lightroom wirklich vorankommst oder nur schneller dieselben Fehler wiederholst. Als Controller vergleiche ich beruflich Kostenstellen und Forecasts, und mit derselben Nüchternheit bin ich an die Frage herangegangen, welcher Lightroom-Komplettkurs und welches Preset-Paket sich für die Bildbearbeitung als Einsteiger tatsächlich lohnen.

Bevor es an die Vergleichszahlen geht: Diese Seite finanziert sich über Affiliate-Links. Kaufst du über einen der Kurse hier, bekomme ich eine Provision, ohne dass für dich ein Aufpreis entsteht. Ich schreibe nur über Material, das ich selbst gekauft und nach Feierabend durchgearbeitet habe – privat rechne ich genauso genau nach wie im Büro.

Kurs oder Presets: Was bringt deinen Fotografie-Workflow schneller voran?

Meine Sony Alpha 6400 lieferte von Anfang an solide RAW-Dateien, aber am Wohnzimmertisch sahen die Bilder trotzdem flach und grau aus, sobald ich sie unbearbeitet importierte. Ein Buch über Bildgestaltung, das ich mir genau deswegen gekauft hatte, hat null geholfen – es erklärte Drittel-Regeln und Bildaufbau, zeigte aber an keiner einzigen Stelle ein Lightroom-Fenster. Zwischen Theorie und den tatsächlichen Reglern klaffte eine Lücke, die kein Fotobuch schließt. Also habe ich mir den Adobe Lightroom Classic Komplettkurs geholt, statt weiter YouTube-Clips zusammenzustückeln. Wer die Systematik dahinter mit reinem Ausprobieren vergleicht, findet die Details dazu im Lightroom lernen: YouTube oder Onlinekurs Vergleich – hier soll es um etwas anderes gehen: Kurs gegen Preset.

Am Freiburger Fotostammtisch bekomme ich dazu regelmäßig eine zweite Meinung, meistens von Hansjörg Riedl. Der schwört auf seine Fujifilm-Filmsimulationen und ist bei Presets grundsätzlich skeptisch – sein Argument: Ein Preset kaschiert oft nur, was in der Kamera schon hätte stimmen können. Für meine Sony ohne Filmsimulation kann ich das nicht eins zu eins übernehmen, aber es hat mich bei der Frage geschärft, wann ein Kurs mehr bringt als ein fertiger Filter. Als Benchmark zählt für mich dabei nicht die Meinung im Forum, sondern das Ergebnis auf dem eigenen Bildschirm.

Fotografie-Workflow in Lightroom: Tonwert-Regler neben einem Schwarzwald-Landschaftsfoto vor der Bearbeitung

Der Lightroom-Komplettkurs als Fundament

Über 40 Videolektionen, meist zwischen zwei und sieben Minuten lang, ließen sich problemlos zwischen Feierabend und Abendessen unterbringen. Beim aktuellen Aktionspreis von 149 € komme ich rechnerisch auf einen niedrigen einstelligen Betrag pro Lektion – für einen Controller ist das genau die Art Kennzahl, die eine Kaufentscheidung trägt oder kippt. Der Kurs zeigt außerdem, wie man mit dem Rohdatenformat arbeitet, ohne dass Bilder künstlich wirken – bei meinen ersten Versuchen hatte ich Regler wie Klarheit und Sättigung oft zu weit aufgezogen, bis Tannen im Wald unnatürlich leuchteten. Wer die Zahlen zur Investition genauer sehen will, findet sie in der Lightroom Kurs Kaufberatung.

Der Beweis, dass sich das gelohnt hat, kam nicht von mir, sondern von einem Kollegen im Büro: Ich hatte ein Vorher-Nachher eines Schlossberg-Fotos auf dem Handy offen, und er fragte, ob ich für das zweite Bild eine andere Kamera benutzt hätte. Genau dieser Moment hat mir gezeigt, dass die Regler-Logik aus dem Kurs einen Unterschied macht, den auch Außenstehende sehen – nicht nur ich am eigenen Bildschirm.

Sonderfall Immobilienfotografie

Ganz anders lag der Fall im Januar, als mein Schwiegervater sein Haus verkaufen wollte und fragte, ob ich mit der Kamera aushelfen könnte. Für Innenräume hatte ich keine Routine, also kam der Immobilienfotografie Online-Kurs dazu. Die 8 Module mit klarer Reihenfolge von Equipment bis Bearbeitung waren nach wenigen Durchgängen einsatzbereit, und die Checklisten zur Vorbereitung habe ich Raum für Raum auf dem iPad abgehakt. In Lightroom ging es hier plötzlich um gerade Linien und helle Ecken statt um Stimmung – ein komplett anderes Ziel als bei meinen Landschaftsbildern. Ähnlich unterschiedlich waren die Prioritäten von Roswin Buß, einem Forenmitglied aus dem DSLR-Forum.de, der sich nach meinem Kursvergleich gemeldet hat: Er fotografiert Motorsport und braucht vor allem Tempo beim Massen-Export nach dem Renntag, nicht die ruhige Bildgestaltung, die mich am Wochenende interessiert. Wer ein ähnliches Projekt wie den Hausverkauf meines Schwiegervaters plant, findet mehr dazu unter Architekturfotografie online lernen.

Bildbearbeitung für Immobilienfotografie: Checkliste neben der Sony Kamera auf dem Tisch

Presets sparen Zeit, aber nicht das Verständnis

Im Februar habe ich schließlich das 100 Lightroom-Presets für Reise- und Landschaftsfotografen-Paket gekauft, um den Prozess zu beschleunigen. Landschaftsfotografie lernen ohne Vorkenntnisse hieß für mich am Anfang vor allem: verstehen, was ein Regler tut, bevor ich einen fertigen Filter draufsetze. Von den 100 Looks in 13 Kategorien laufen bei mir vor allem drei regelmäßig: Moody, Golden Beaches und Cinematic, zusammen rund 25 Presets – der Rest liegt als Reserve im Archiv und wird kaum geöffnet. Auf ein Foto vom Käsestand am Münsterplatz Freiburg an einem Markttag passte ausgerechnet keiner der Landschafts-Looks vernünftig, weil das Licht unter dem Marktschirm ganz anders fällt als im Wald. Mehr zur Preset-Logik selbst steht unter Lightroom Presets für Naturfotos.

Presets sind trotzdem kein Ersatz für die Grundlagen. Sitzt die Belichtung nicht, weil das Motiv gegen die Sonne stand, zieht auch das passendste Preset das Bild nicht mehr gerade. Ohne die Regler-Logik aus dem Komplettkurs hätte ich gar nicht gewusst, an welcher Stelle ich nachkorrigieren muss. Preislich ist der Unterschied überschaubar – Presets als Einmalkauf, das Lightroom-Abo selbst läuft ohnehin separat weiter –, aber der eigentliche ROI zeigt sich erst, wenn die Basis sitzt: Dann sparst du gegenüber dem reinen Ausprobieren spürbar Zeit, die am Wochenende der Familie bleibt statt Regler-Rätseln.

Landschaftsfotografie lernen mit Lightroom-Presets: Smartphone neben einem ausgedruckten Naturfoto

Fazit: Wann sich welcher Weg lohnt

Für jemanden ganz ohne Vorkenntnisse würde ich deshalb klar zuerst zum Komplettkurs raten: Er baut das Verständnis auf, das jede spätere Abkürzung erst sinnvoll macht. Presets lohnen sich, sobald die Basis sitzt und du regelmäßig ähnliche Motive bearbeitest – bei mir Schwarzwald-Wochenenden und gelegentliche Marktszenen. Geht es dagegen um ein einzelnes Sonderprojekt mit engem Zeitrahmen, wie bei meinem Schwiegervater und dem Hausverkauf, schlägt ein fokussierter Spezialkurs beide Optionen, weil er genau das liefert, was für diesen einen Zweck gebraucht wird.

Mein Fazit als Zahlen-Mensch: Der Adobe Lightroom Classic Komplettkurs bleibt der Ausgangspunkt, an dem sich Presets und Spezialkurse später andocken lassen. Wer stattdessen schon ein Photoshop-Abo hat und kein zusätzliches Lightroom-Abo will, findet in der Tabelle unten mit der Landschaftsfotografie-Kurs-Alternative eine dritte Option – die ich selbst nicht durchgearbeitet habe, aber im Vergleich mit aufgenommen habe, weil die Frage in meinem Umfeld öfter aufkam als gedacht.

Produkt Bewertung
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Immobilienfotografie Online-Kurs 8.7 Mehr erfahren →
100 Lightroom-Presets 8.4 Mehr erfahren →
Landschaftsfotografie mit Photoshop 7.9 Mehr erfahren →
9.2

Adobe Lightroom Classic Komplettkurs

Vorteile

  • ✓ 40+ Videolektionen in kurzen, feierabendtauglichen Häppchen
  • ✓ 30 Beispielfotos zum direkten Mitmachen und Vergleichen
  • ✓ Systematischer Aufbau statt Tutorial-Chaos
  • ✓ Einmalzahlung amortisiert sich schnell durch Zeitgewinn

Nachteile

  • − Keine Facebook-Gruppe für schnellen Austausch
  • − Antwortzeiten des Kursleiters liegen bei 1-3 Tagen
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